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Fraktion DIE LINKE. im Kreistag Wesel

Schüler*innen gehen verloren – Kreis Wesel muss jetzt aktiv werden!

Symbolbild
Klassenraum von Innen

Im ersten Quartal 2021 hatte die Linksfraktion im Kreistag Wesel die pandemiebedingte Nichtteilnahme von Schüler*innen am Schulunterricht auf die Tagesordnung gesetzt. Eine aktuelle Umfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter bestätigt jetzt die Notwendigkeit, kommunalpolitisch aktiv zu werden.

Im Ergebnis der vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz durchgeführten Befragung steht, dass sich die Anzahl der Schulabbrecher*innen in den Abschlussjahrgängen 2020/2021 bundesweit auf 100.000 verdoppeln wird. Zwei Drittel aller Jugendämter haben teilgenommen. Der Anteil der nordrhein-westfälischen Jugendämter liegt bei 31,19 Prozent.

„Die Linksfraktion hat auf die zunehmenden Stimmen reagiert, die sich um immer mehr Schüler*innen sorgen, die aufgrund der Pandemie gar nicht mehr am Schulunterricht teilnehmen. Bisher hat sich der Kreis Wesel mit Verweis auf die innere Schulangelegenheit aus der Verantwortung gezogen. Die aktuellen Zahlen sollten Grund genug dafür sein, dass der Kreis seine Haltung noch mal überdenkt“, kommentiert der schulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Patrick Kuhs die Umfrageergebnisse und führt aus:

„Der Umgang der politischen Entscheidungsträger*innen mit den Interessen der Heranwachsenden war und ist mangelhaft. Die Ausstattung der Schüler*innen mit IPads hat augenscheinlich nicht gereicht. Alle Klassenräume mit Luftfiltern auszustatten, hätte ein Sechstel des Lufthansa-Rettungspakets gekostet. Sehenden Auges wird die soziale Ungleichheit im Land befeuert und hingenommen. Es macht mich fassungslos, dass im Aufholprogramm der Bundesregierung nur rund 135 Euro pro Schüler*in vorgesehen sind.“

Für die Linksfraktion liegt es jetzt beim Kreis, sich gegenüber Land und Bund für einen ausreichenden Fonds zur nachhaltigen Bearbeitung der Pandemie-Folgen stark zu machen. Mit einer zweiten Anfrage hatte sich die Fraktion bereits nach Maßnahmen zur Rückholung von Schüler*innen erkundigt. Eine Antwort steht aus. „Wir hoffen, dass sich der Kreis seiner Verantwortung gegenüber den Heranwachsenden bewusst wird“, so Kuhs abschließend.


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