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Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln

Stellenausschreibung für Leitung des NS-Dok undurchsichtig

Heiner Kockerbeck
Porträt Heiner Kockerbeck

Befristung der Stelle wurde vorher nicht kommuniziert.

Mit der Veröffentlichung der Stellenausschreibung für die vakante Leitungsstelle beim NS-Dok folgt die Stadtspitze mit großer zeitlicher Verzögerung nun endlich einer Forderung der Zivilgesellschaft sowie des Ausschusses für Kunst und Kultur, der heute tagt.

Der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion im Ausschuss, Jörg Kobel, erklärt hierzu:

„Henriette Reker macht Personalpolitik nach Gutsfrauenart, entweder rechtlich nicht haltbar wie bei der jüngsten Dezernentenbesetzung oder undurchsichtig wie nun bei der Besetzung der Leitung des NS Dok. Sie ist auf fünf Jahre befristet, was zu kurz ist, um ein Haus wirklich prägen zu können. So sind vergleichbare Museumsposten in Köln für sieben und acht Jahre besetzt worden; bei einer anstehenden Verlängerung sind zehn Jahre im Gespräch.“

Jörg Kobel macht sich Sorgen um die Bewerber*innenauswahl:

„Wir glauben, dass die Befristung viele festangestellte Spitzenkräfte davon abhalten wird, sich zu bewerben. Wer will sich anheuern und bald wieder abservieren lassen? Wir fordern, wie bei den Vorgängern, einen unbefristeten Vertrag für eine Persönlichkeit, die damit eine Lebenswerkperspektive entfalten kann.“

Die Besetzung der Direktorenstelle im NS-Dok wird zur Zeit noch mit einem weiteren Thema belastet, sagt Fraktionsvorsitzender Heiner Kockerbeck:

„Im Dezember 2021 hat der Rat mehrheitlich beschlossen, das NS-Dok auf irgendeine Weise mit den anderen historischen Museen der Stadt zu vernetzen. CDU und Grüne bestreiten, dass damit die organisatorische Eigenständigkeit des NS-Dok verloren gehen kann. Solange aber kein konkreter Maßnahmenplan auf dem Tisch liegt, was diese Vernetzung bedeuten soll, belastet dieses Vorhaben die aktuelle Stellenbesetzung und das ganze Haus.
Im jetzigen Ausschreibungstext heißt es sogar, die neue Leitung des NS-Dok habe den ‚Prozess der Vernetzung der stadthistorischen Kultureinrichtungen mitzugestalten und voranzutreiben‘. Wir brauchen Klarheit, was das konkret heißen soll. Die Eigenständigkeit des NS-Dok bleibt für uns unverhandelbar.“


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