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Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Aachen

Es muss wehtun, einen Baum zu fällen – vor allem finanziell. LINKE fordert angemessene Ausgleichszahlungen

THOMAS LANGENS
Tim Hildmann
Porträt Tim Hildmann

Die Bäume in unserer Stadt sind nicht nur schön anzusehende Schattenspender, sie sind unentbehrlich für ein gesundes Klima. Diese Einsicht sorgte dafür, dass fraktionsübergreifend der Beschluss gefasst wurde, bis 2030 in Aachen 10.000 neue Stadtbäume zu pflanzen. Dass dieses Ziel auch nur annähernd erreicht werden kann, glauben mittlerweile selbst notorische Optimisten nicht mehr. Im Gegenteil stehen noch zahlreiche Ersatzpflanzungen aus, die aufgrund der derzeit hohen Bautätigkeit gefällt wurden. Allein für die Umbaupläne am Uniklinikum müssen hunderte Bäume weichen.

Die Baumschatzsatzung sieht vor, dass für gefällte Bäume an anderer Stelle Neupflanzungen vorgenommen werden müssen, meist jedoch wird eine Ausgleichszahlung an die Stadt geleistet. Die Höhe dieser Zahlung richtet sich nach den Kosten, die für die Neupflanzungen erforderlich sind. „Ein Baum braucht aber auch Pflege“, beanstandet Tim Hildmann, umweltpolitischer Sprecher der Linken, „Rückschnitte, Erkrankungen oder – angesichts der aktuellen Hitzewelle – die Wasserversorgung von Bäumen verursachen Kosten, die aktuell von der Kommune getragen werden müssen.“

„Durch die niedrigen Ausgleichszahlungen wird ein Anreiz zum Fällen geschaffen“, ergänzt Planungspolitiker Marc Beus. „Es soll schwieriger werden, Bäume zu fällen! Der Erhalt von Bäumen muss, anders als in der Kullenhofstraße, maßgeblich für die Planungen sein.“ Die Fraktion Die Linke ist deshalb überzeugt, dass die Ausgleichszahlungen deutlich nach oben angepasst werden müssen und hat dies nun in einem Ratsantrag gefordert.

„Es muss richtig wehtun, einen über Jahre oder gar Jahrzehnte gewachsenen Baum innerhalb weniger Minuten dem Erdboden gleich zu machen, auch finanziell“, ist Fraktionsvorsitzender Leo Deumens überzeugt. „Wir hoffen darauf, dass dann wieder mehr Phantasie zur Erhaltung aufgewendet wird.“

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