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Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Duisburg

LINKE besorgt über mangelhafte Vorbereitung auf das Corona-Virus

Carmen Hornung-Jahn
Porträt Carmen Hornung-Jahn

DIE LINKE ist besorgt über die mangelhafte Vorbereitung der Stadt Duisburg auf die Auswirkungen des Corona-Virus.

Carmen Hornung-Jahn, gesundheitspolitische Sprecherin der Ratsfraktion DIE LINKE.Duisburg erklärt: „Wir haben für die Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit am Montag, den 9.3.2020 eine ganze Reihe von Anfragen zur Vorbereitung auf das Corona-Virus gestellt und sind aufgrund der unbefriedigenden Antworten äußerst besorgt. Die Stadt Duisburg teilte in der Ausschusssitzung mit, dass gerade einmal 30 Betten zur Isolation in Duisburger Kliniken bereit stehen. Allerdings ist keines dieser Betten ein Intensivbett. D.h. eine Beatmung oder eine Intensivbehandlung ist in Duisburg nicht möglich. Schwer kranke Patienten müssten laut Stadtverwaltung im Notfall auf einem Trakt oder einem Flur, der abgesperrt werden müsste, isoliert werden. Das sind unhaltbare Zustände. Die Duisburger Kliniken sind also offensichtlich nur mangelhaft auf eine steigende Zahl an Covid-19 Erkrankten eingestellt. Die Verwaltung sieht dies anscheinend genauso, da sie auf Nachfrage unserer Fraktion, ob die Verwaltung der Meinung sei, dass diese Anzahl an Betten ausreichend sei, mit Nein antwortete. Über das vorhandene Personal in den Kliniken konnte die Stadt gar keine Aussagen machen, da diese Informationen nicht zugänglich seien. Hier zeigt sich wieder einmal der Nachteil, wenn kein kommunales Klinikum mehr existiert. Die Einflussnahmemöglichkeit der Kommune ist dadurch komplett verloren.“

Nicht nur bei den Kliniken zeigen sich erhebliche Mängel, auch im Gesundheitsamt ist die Lage dramatisch.

Hierzu ergänzt Hornung-Jahn: „Von den insgesamt 111 Stellen im Gesundheitsamt sind momentan acht Stellen unbesetzt und sechs Stellen vakant. Dazuzurechnen sind noch drei Stellen, die zusätzlich nötig sind, um die Vorgaben der Masernimpfpflicht einzuhalten. Es fehlen also momentan 17 Stellen im Gesundheitsamt. Rechnet man noch die durchschnittlich 10 % Krankenstand in der Verwaltung hinzu, dann arbeitet das Gesundheitsamt nur noch mit ca. 76 % seiner Leistung. Das führt auch zu der skandalösen Situation, dass Telefonate, die eigentlich an das Gesundheitsamt gehen müssten, momentan von Call-Duisburg und somit medizinisch nicht geschultem Personal beantwortet werden. Zusätzlich hat die Verwaltung auf unsere Nachfrage, ob das Gesundheitsamt auf eine personalintensive Überwachung von Kontaktpersonen von potentiellen Corona-Virus-Infizierten personell vorbereitet sei, zugeben müssen, dass eine Überwachung nur in der sog. Phase 1 möglich ist. In den weiteren Phasen 2 und 3, also dem Schutz besonderer Risikogruppen und der Folgenminderung schwerer Krankheitsfälle sei das Gesundheitsamt zurzeit nicht dazu in der Lage. Auch die Antwort auf unsere Frage zu einem Aktionsplan im Falle einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus für Duisburg lässt tief blicken. Momentan gibt es nur einen alten Aktionsplan aus dem Jahr 2007, der 2009 überarbeitet wurde. Dieser Plan wird momentan, laut Verwaltung, wieder überarbeitet. All diese Zustände sind unhaltbar. Wir fordern die Stadt auf, als Sofortmaßnahme unmittelbar die Personallücke im Gesundheitsamt zu schließen und diesen Einstellungen höchste Priorität zuzuschreiben.“


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