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Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln

Weiterhin kein Ausbauprogramm für Gesamtschulen - Fehlende Plätze: 30 % der Kinder werden an Gesamtschulen abgewiesen

Heiner Kockerbeck
Porträt Heiner Kockerbeck

Nach dem Abschluss der Gesamtschulanmeldungen für das nächste Schuljahr hat die Kölner Stadtverwaltung jetzt die aktuellen Zahlen veröffentlicht. Danach wurden bei 3.219 Anmeldungen 950 Kinder wegen des nach wie vor bestehenden Fehlbedarfs an Gesamtschulen in Köln abgelehnt. Mit der Aufnahme von lediglich 2.268 Kindern konnte die Stadt Köln also nur für 70 % die erforderlichen Gesamtschulplätze zur Verfügung stellen.

Heiner Kockerbeck, bildungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE:
"Dies kommt leider nicht überraschend. Die Oberbürgermeisterin und das schwarz-grüne Bündnis haben andere Prioritäten gesetzt. Während es seit 2018 ein besonderes Ausbauprogramm für Gymnasien gibt, wurde ein solches für Gesamtschulen abgelehnt. DIE LINKE fordert erneut: Köln braucht sofort ein kräftiges Ausbauprogramm für Gesamtschulen!"

In ihrer Presseinformation vom 14.2.2020 dokumentiert die Verwaltung selbst das weitgehende Scheitern ihrer Gesamtschulpolitik. Weiterhin fehlen 7 neue Gesamtschulen in der Stadt. Und obwohl in den letzten 10 Jahren einige Neu- und Ausbaumaßnahmen realisiert wurden, bleibt bei weiterhin steigenden Anmeldezahlen der nicht erfüllte Gesamtschulbedarf in gleicher Höhe – mit jährlicher Abweisung von fast 1000 Kindern.

Für diese bleiben dann nur ungewollte Schulen mit oft problematischen Lernverläufen und letztlich bis in gesamte Lebensentwicklungen hinein wirkenden Problemen. Davon sind vor allem Kinder aus benachteiligten Verhältnissen betroffen. Gerade deren schulische und familiäre Entwicklung bedarf solider Bildung und schulsozialpädagogischer Betreuung.

"Die Oberbürgermeisterin und das schwarz-grüne Ratsbündnis müssen eine entsprechende Umorientierung einleiten." meint dazu Oswald Pannes, sachkundiger Einwohner im Schulausschuss. "Dazu muss deutlich mehr Geld in die Hand genommen werden, damit Personal eingestellt und mehr Gesamtschulen gebaut werden können. Aber auch die heutige Landesregierung und ihre Vorgängerin sind in der Verantwortung. Eltern, die einen Platz an einer Gesamtschule wünschen, müssen darauf einen Rechtsanspruch haben, wie bei anderen Schulformen. Und das Land muss die nötigen Neubauten in den Kommunen finanziell unterstützen."

DIE LINKE forderte wiederholt ein Ausbauprogramm für Gesamtschulen, zuletzt am 16.12.2019


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