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Die Linke im Rat der Stadt Essen

Anträge: Kitaplätze und Notgruppen

Die Verwaltung wird gebeten ein Konzept zu erarbeiten, in dem dargestellt wird,

  1. wie und bis wann das Angebot an Kitaplätzen schrittweise so ausgebaut werden kann, dass ein Erreichen der Versorgungsquote von 100% im ü3-Bereich erreicht wird;
  2. wie Kindern, die an Brückenprojekten teilnehmen, vermehrt ein Platz in der regulären Kita angeboten werden kann;
  3. was aus Sicht der Verwaltung getan werden muss, damit Kitaplätze, die durch die Schließung von Kitas anderer Träger wegfallen, im Regelfall in städtische Trägerschaft übernommen werden können.Detail Anträge

Begründung:

 

Seit 2015 dienen Brückenprojekte dazu, geflüchtete Kinder und deren Eltern über niedrigschwellige Angebote wie Spielgruppen und Eltern-Kind-Gruppen an die frühkindliche Bildung heranzuführen. Hinzu kommen kommunal geförderte Spielgruppen und Sprachbildungsgruppen, die allesamt ein deutlich reduziertes Stundenkontingent im Gegensatz zur regulären Kita aufweisen. Dass aus der Brückenfunktion all dieser Notgruppen ein Dauerzustand für mehrere hundert Kinder geworden ist, wird dem gleichzeitigen Zuwachs des Bedarfs einer qualitativen frühkindlichen Bildung nicht gerecht. Die Anfrage der linken Fraktion zum Thema hat gezeigt, dass die Verwaltung keine genaue Kenntnis darüber hat, wie lange Kinder in den Brückenprojekten verweilen. Nicht nur in Anbetracht des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz, sondern vor allem auch wegen der großen Bedeutung ausreichender Kitaplätze für Kinder und Eltern ist der seit Jahren vorherrschende Zustand in Essen nicht hinnehmbar. Auch wenn die Verwaltung jährlich über die Entwicklung der Platzzahlen berichtet, wäre eine proaktivere Berichterstattung im Kontext des bedarfsgerechten Ausbaus von Plätzen und des perspektivischen Abbaus der Brückenprojekte wünschenswert. Zudem können die geplanten Vorhaben jedes Jahr aufs Neue nicht ansatzweise eingehalten werden. So sollten zum aktuellen Kitajahr 848 Plätze hinzukommen, von denen nur 86 realisiert wurden. Hinzu kommt der Abbau von Plätzen durch Schließungen von Gruppen bzw. Kitas freier Träger. Daher ist es sinnvoll zu überlegen, wie die Stadt einen solchen Platzabbau durch die Übernahme von Plätzen bzw. Kitas verhindern kann. Beispielgebend kann hier die Stadt Gelsenkirchen sein.

 


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