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Fraktion DIE LINKE. im Kreistag Wesel

Gut gemeint, schlecht gedacht: CDU-Antrag bringt keine qualitative Besserung des Pflegeberufsstandes

Roman Reisch
Porträt Roman Reisch

„Gut gemeint, schlecht gedacht“, kommentiert der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion im Kreistag Wesel, Roman Reisch den von der Kreistags-CDU eingereichten Antrag für die Einführung einer einjährigen Ausbildung für Pflegehelfer*innen in der Berufsfachschule Pflege und Gesundheit des Kreises Wesel.

Reisch erklärt: „Obwohl die Kreistagsfraktion der Christdemokraten hier tatsächlich ein schwerwiegendes Problem beheben möchte, wird dieses Ziel mit der vorgeschlagenen Lösung nicht erreicht. Egal ob in der Kinder-, Gesundheits- und Kranken-, oder Altenpflege, ein Beruf in der professionellen Pflege stellt immer hohe Anforderungen an die Qualifikationen der Pflegenden. Ein Mindestmaß an Qualifikation beim Personal ist selbstverständlich entscheidend für die therapeutisch-kurative Qualität des Betreuungs- oder Genesungsprozesses der zu Pflegenden. Mit dem eingebrachten Antrag werden die nötigen Qualifikation stark aufgeweicht.“

Der Antrag weißt jedoch nicht nur an dieser Stelle sondern ebenso auch hinsichtlich der Bedürfnisse der Pflegenden nachhaltige Mängel auf. Reich erklärt weiter: „Die vorgeschlagene Fortführung der „Zerstückelung“ der Pflege führt dazu, dass akademisch ausgebildete Fachkräfte die Pflege planen, strukturieren und beaufsichtigen, während Pflegehelferinnen und -helfer die Pflege am Menschen ausführen. Kurzausbildungen schaffen keine attraktiven Berufsperspektiven und keine Durchlässigkeit zu höheren Qualifikationsstufen. Eine solche ökonomische Sichtweise löst die Pflege aus ihrem sozialen und persönlichen Zusammenhang heraus.“

„Für ein qualitativ hochwertiges Ausbildungsangebot, dass qualifizierte Interessent*innen anspricht, sind dringende Investitionen für eine kostenfreie Ausbildung und anschließender besserer Bezahlung erforderlich. Nur so können die dringend benötigten Nachwuchskräfte gewonnen und eine Besserung des Verhältnisses von Pflegekraft zu Patient (Pflegeschlüssel) erreicht werden. Der Zugang zu den Pflegeberufen soll auch künftig über eine dreijährige Berufsausbildung erfolgen mit zehn Jahren allgemeiner Schulbildung als Mindestvoraussetzung,“ so Reisch abschließend.


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