Köln jetzt teuerste Stadt NRWs – Mieten steigen schneller als Einkommen
Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Lea Reisner (Die Linke) zeigt: Köln ist inzwischen die teuerste Stadt Nordrhein-Westfalens. Die Angebotsmieten liegen hier bei durchschnittlich 14,15 Euro pro Quadratmeter – höher als in Münster (13,81 Euro) oder Düsseldorf (12,99 Euro). 2010 zahlten Kölner Mieter*innen noch 8,22 Euro. Damit haben sich die Mieten in nur 14 Jahren um über 72 Prozent erhöht.
Lea Reisner, Bundestagsabgeordnete aus Köln, erklärt:
„Die Bundesregierung hat es schwarz auf weiß bestätigt: Köln ist die teuerste Stadt in NRW – und die Mieten steigen doppelt so schnell wie die Einkommen. Für viele Menschen bedeutet das, dass ein Drittel oder sogar die Hälfte ihres Lohns in die Miete fließt, während Essen, Energie und der Alltag immer teurer werden. Das ist kein Naturgesetz, sondern eine politische Entscheidung zugunsten von Miethaien und gegen die Menschen in unserer Stadt.“
Heiner Kockerbeck, OB-Kandidat der Linken Köln, ergänzt:
„Köln darf nicht zur Stadt für Reiche werden. Wir brauchen einen sofortigen bundesweiten Mietendeckel und ein konsequentes Vorgehen gegen Mietwucher. Köln muss den städtischen und genossenschaftlichen Wohnungsbau stark ausbauen. Über Flächenankauf und Vergabe in Erbbaurecht muss die enorme Spekulation mit Grund und Boden eingedämmt werden. Wohnen ist ein Menschenrecht – und in Köln muss das endlich Vorrang vor Profiten haben.“
Die Linke Köln fordert:
• einen Mietendeckel für angespannten Wohnungsmärkte,
• den Ausbau kommunaler Wohnungsbestände durch Stärkung der GAG als öffentliche Wohnungsbaugesellschaft und Schaffung einer zweiten kommunalen Wohnungsgesellschaft,
• die konsequente Bekämpfung von Mietwucher, Leerstand und Zweckentfremdung,
• sowie eine sozial gerechte Stadtentwicklung, die Verdrängung verhindert
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